Unterschiedlichkeit als Chance


Das Dante-Gymnasium besteht nun seit 40 Jahren. Einer der Gründungsaufträge war die Integration von Schülerinnen und Schülern mit körperlichem Handikap. Insofern war unsere Schule schon immer etwas Besonderes: Etliche Schülergenerationen von körperbehinderten Kindern und Jugendlichen haben inzwischen ihre Schullaufbahn erfolgreich bei uns durchlaufen. Zu allen Zeiten galt dabei die Maxime, dass unser Auftrag dann besonders gut erfüllt wird, wenn es - bei allem nötigen Nachteilsausgleich - gelingt, so viel Normalität im Schulalltag wie möglich herzustellen.

Die Konzeptionen des Miteinanders – von Integration zur Inklusion - mögen sich weiter entwickelt haben; uns war es immer wichtig die Unterschiedlichkeit von Menschen nicht als Last, sondern als Chance für ein menschlicheres Miteinander zu begreifen. Der achtungsvolle Umgang mit dem Anderen ist integraler Bestandteil unseres Selbstverständnisses – ein zentraler Gedanke auch unserer Schulvereinbarung.

Wir haben am Dante-Gymnasium eine besondere Infrastruktur – eine Kinderpflegerin, eine betreuende Lehrkraft und sächliche Sonderausstattungen. Letztlich ist das Gelingen des Miteinanders aber eine Aufgabe aller Mitglieder unserer Schulgemeinschaft. Nur so konnte sich unser Gründungsauftrag auch so positiv auf unser Schulklima auswirken.

An diesem Auftrag unserer Schule als Schulleiter mitzuwirken ist für mich eine menschlich äußerst lohnende Aufgabe und ein besonderes persönliches Anliegen.

Ich bin überzeugt, dass das Miteinander von Menschen mit und ohne Handikap an unserer Schule beispielhaft für eine begrüßenswerte Entwicklung steht, die Individualität und individuelles Lernen in der Zukunft viel mehr ins Zentrum unserer pädagogischen Arbeit rücken wird als dies heute der Fall ist.


Bernhard Fanderl, Schulleiter